link
link
link
link
link
Designerin
eigenartig

ich verdränge es jetzt gut seit drei monaten. ich war so optimistisch, dass ich an die üble konsequenz nicht mehr denken musste. denken wollte.

wir kennen uns seit der 7. klasse, ich war eine kleine "tussi", er ein ekliger bengel, mit pickeln, mit schrecklich unschönen anziehsachen. aber er war lustig. so was humorvollen hab ich noch nie gesehen.

er hat mir geschrieben. in der 7. klasse hat er sich einen schnipsel papier genommen und hat mir geschrieben. er reichte mir den zettel. aber wollte ich das? nein! ich war beschämt. und mit 13 war ich noch so oberflächlich, ihn für sein ungeheur hässliches äußeres zu verachten.

 dann jahre des schweigens. ganz ehrlich, ich glaube ich habe jahre lang kein einziges wort mit ihm gewechselt. aus dem ekligen bengel ist ein grausam unerzogner mann geworden, einer dieser, die ständig probleme machen, einer von denen, die im mittelpunkt von klassenkonferenzen stehen. aus der kleinen "tussi" ist eine nicht viel größere "tussi" geworden. zumindest nicht von der körpergröße her. der unerzogene lausbub schien mich nicht leiden zu können, er verachtete mich, so dachte ich.

nun waren wir volljährig. die klassenstufe machte eine kursfahrt. nach avignon. und als ich betrunken war und als er betrunken war, da unterhielten wir uns und ich habe mich verliebt. ganz einfach so. er hat mich angeschaut und ich hab mich verliebt. ich kann es nciht erklären, also nicht so richtig. ich habe mich einfach nur in diesen blöden, unerzogenen, netten, so humorvollen jungen verliebt. 

ich hab ihn geküsst. ich kann mich nicht mehr erinnern, bis heute nicht.

oh mein gott und ich hatte einen freund. und ich hab alles darum gegeben, den blöden bengel wieder zu hassen, doch es wurde immer schlimmer. ich hab die kontrolle über mein herz aus stein verloren. es wurde weich, aber ich wollte das nicht. ich hab versucht ihm auszuweichen, irgendwie. 

wieder monate des schweigens, monate, an denen ich angst hatte, ihm auf dem schulhof zu begegnen, weil ich wusste, dass wieder dieses sonderbare kribbeln da ist. dieses scheußliche kribbeln, dass dich dumme sachen machen lässt.

irgendwie, ich weiß nicht wie, sind wir uns näher gekommen. wir waren so nah und haben uns nicht mal berührt. ich habe stunden mit ihm telefoniert. manchmal hatte ich das gefühl, ich könne niemandem wieder so nah sein.

aber da war noch mein freund. ich wollte ihn nicht enttäuschen.  ach quatsch, ich hatte angst vor den anderen, die anderen die mich auslachen würden.

ich habe ihn hingehalten. über ein jahr. und er war so geduldig. so sehr.

ich wollte alles mit ihm teilen, ich wollte ihn küssen, ihn meine hand nehmen lassen. alles das. aber es ging nicht, ich weiß nicht warum, es ging einfach so nicht.

nun reden wir nicht mehr miteinander. es ist alles meine schuld.

du fehlst mir so. 

 

 

 

30.8.07 14:53
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de